Seit der Katastrophe von Fukushima ist das Thema Energie in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses getreten. Die Versorgung des Industriestandortes Deutschland mit Energie und die Sicherung unseres Lebensstandards stellen die berechtigte Motivation dafür dar, sich mit dem Thema Energie auseinanderzusetzen.

 

Dabei werden allerdings auch Aspekte wie der Naturschutz berührt. Bei jeder Energiequelle bestehen Irrwege an Naturzerstörungen. Diese müssten nicht beschritten werden, denn für jeden Irrweg findet sich auch ein alternativer Ausweg. Dies gilt insbesondere auch für die erneuerbaren Energien. Diese gelten gemeinhin als „gut“. Aber auch hier ist leider zu beobachten, dass die sog. „Energiewende“ mittlerweile ein solches Ausmaß angenommen hat, dass von einer Wende nicht mehr gesprochen werden kann. Das, was durch regenerative Energien für Luft, Klima und an weniger Atommüll gewonnen wird, verliert die Natur in anderen Bereichen: Unverbaute Landschaften, frei fließende Gewässer, Wiesenvielfalt oder Wälder werden für groß angelegte Energien geopfert. Offenbar erkennen viele Menschen nicht, dass gerade die Erhaltung dieser Lebensräume selbst den bestmöglichen Klimaschutz gewährleistet, oftmals besser als jede andere technische Errungenschaft. Gerade der Erhaltung unserer Waldflächen sollte im Rahmen der Diskussionen um die erneuerbaren Energien eine große Bedeutung zukommen. Hier ist aber ein ökologisches Desaster zu erwarten, denn große Teile der Windvorranggebiete befinden sich innerhalb unserer Wälder. Hier droht der Verlust von mehreren tausend Hektar Wald im Rahmen des geplanten Ausbaus von Windrädern.

 

Regenerative Energien haben, oftmals getrieben durch einseitige politische Einflussnahme und auf der Basis von finanzstarken Lobbyverbänden, ein gutes Image. Insbesondere die Windräder werden in der Werbung und in der öffentlichen Darstellung als Symbol für Umweltfreundlichkeit verwendet. Das ist ein Werbeerfolg, der es den Vertretern einer glaubhaften Energiewende schwer macht, in die breite Öffentlichkeit vorzudringen. Zwei plakative Beispiele aus der jüngsten Vergangenheit zeigen den Erfolg der Lobbyisten: Im Hambacher Forst wurde durch die Aktivisten um jeden Baum gekämpft, um den Ausbau des Braunkohle-Tagebaus zu verhindern. Auch für den Ausbau des Frankfurter Flughafens (Landebahn Nordwest) mussten 250 Hektar Wald gerodet werden, was mit Protesten einher ging. Wird aber ein Windpark gebaut und dabei hektarweise Wald gerodet, so wird dies in der breiten Öffentlichkeit gemeinhin akzeptiert. Tatsächlich gilt aber auch hier, dass um jeden Baum gekämpft werden muss. Die vergangenen Trockenperioden und der Borkenkäferbefall haben unsere Wälder bereits stark Mitleidenschaft gezogen. Einen weiteren Verlust können wir uns nicht erlauben! Die im Sommer 2019 durch die ETH Zürich veröffentlichte Studie hat doch gerade gezeigt, dass mit einer Aufforstung unserer Wälder der Klimawandel effektiv aufgehalten werden kann. Während im Amazonas und in Sibirien die Wälder brennen, kommt uns die Verantwortung zu, den Wald zu erhalten und auszubauen.

 

Erneuerbare Energien stellen mittlerweile einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar – leider auf der Grundlage erheblicher staatlicher Subventionen. Innerhalb von Europa erhält niemand so hohe Subventionen, wie die erneuerbaren Energien. Viele Unternehmen profitieren hiervon.

 

Es ist selbstverständlich, dass die fossilen Energien, einschließlich der Kernenergie, nicht natur- und menschenverträglich gestaltbar sind! Alleine nur die Fokussierung auf die sog. regenerativen Energien birgt jedoch auch für Mensch und Natur erhebliche Gefahren. Daher besteht ein dringender Anspruch auf Energiegewinnung durch wirkliche umweltfreundliche Techniken. Bis zu deren Entwicklung ist ein intelligenter Kompromiss zur Energiegewinnung zu finden. Dieser Kompromiss kann aber nicht darin bestehen, dass Großwindkraftanlagen mit einer zum Teil dramatischen Naturzerstörung zu einer tragenden Säule der Energieversorgung ausgebaut werden. Viele ländliche Räume sind bereits stark verbaut. Sichtbares Symbol hierfür sind die vielen Windkraftanlagen im Hunsrück, die z.B. von Niederwallmenach und den umliegenden Orten aus gut zu sehen sind. Der Windpark in Heidenrod (Laufenselden) ist ein trauriges Beispiel dafür, wie solche Anlagen ein ganzes Landschaftbild prägen können. Es kann daher heute nur noch darum gehen, wenigstens die letzten verbliebenen Freiräume zu erhalten. Deshalb ist ein Windkraft-Stopp, wie ihn die Bürgerinnen und Bürger in den Verbandsgemeinden Nastätten und Loreley gefordert haben und die Suche nach Alternativen für eine tatsächliche ökologische Energiewende zu unterstützen. Dabei darf sich der Begriff "Energie" nicht nur - wie es die politischen Agitatoren leider tun - nur auf den kleinen Teil des "Stroms" beziehen, sondern muss tatsächlich ausgeweitet werden auf die Energie als Ganzes. Generell gilt hier der Grundsatz: Die Energie, die man nicht verbraucht, muss erst gar nicht erzeugt werden!

 

Diese Homepage soll Ihnen daher auch als Informationsplattform zum Thema Regenerative Energien in der Umgebung von und in Niederwallmenach dienen. Sie sind gerne eingeladen, sich an den Diskussionen zu beteiligen oder sich auch über die Bürgerinitiative einzubringen.

 

 

 

 

Der Hintergrund

Ingo Bauer


Ansprechpartner der Bürgerinitiative:
Ingo Bauer - Schulstraße 13 - 56357 Niederwallmenach

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