Der Hintergrund

Seit der Katastrophe von Fukushima ist das Thema Energie in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses getreten. Die Versorgung des Industriestandortes Deutschland mit Energie und die Sicherung unseres Lebensstandards stellen die berechtigte Motivation dafür dar, sich mit dem Thema Energie auseinanderzusetzen.

 

Dabei werden allerdings auch Aspekte wie der Naturschutz berührt. Bei jeder Energiequelle bestehen Irrwege an Naturzerstörungen. Diese müssten nicht beschritten werden, denn für jeden Irrweg findet sich auch ein alternativer Ausweg. Dies gilt insbesondere auch für die erneuerbaren Energien. Diese gelten gemeinhin als „gut“. Aber auch hier ist leider zu beobachten, dass die sog. „Energiewende“ mittlerweile ein solches Ausmaß angenommen hat, dass von einer Wende nicht mehr gesprochen werden kann. Das, was durch regenerative Energien für Luft, Klima und an weniger Atommüll gewonnen wird, verliert die Natur in anderen Bereichen: Unverbaute Landschaften, frei fließende Gewässer, Wiesenvielfalt oder Wälder werden für groß angelegte Energien geopfert. Offenbar erkennen viele Menschen nicht, dass gerade die Erhaltung dieser Lebensräume selbst den bestmöglichen Klimaschutz gewährleistet, oftmals besser als jede andere technische Errungenschaft.

 

Regenerative Energien haben, oftmals getrieben durch einseitige politische Einflussnahme und auf der Basis von finanzstarken Lobbyverbänden, ein gutes Image. Insbesondere die Windräder werden in der Werbung und in der öffentlichen Darstellung als Symbol für Umweltfreundlichkeit verwendet. Das ist ein Werbeerfolg, der es den Vertretern einer glaubhaften Energiewende schwer macht, in die breite Öffentlichkeit vorzudringen.

Erneuerbare Energien stellen mittlerweile einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar – leider auf der Grundlage erheblicher staatlicher Subventionen. Innerhalb von Europa erhält niemand so hohe Subventionen, wie die erneuerbaren Energien. Viele Unternehmen profitieren hiervon.

 

Es ist selbstverständlich, dass die fossilen Energien, einschließlich der Kernenergie, nicht natur- und menschenverträglich gestaltbar sind! Alleine nur die Fokussierung auf die sog. regenerativen Energien birgt jedoch auch für Mensch und Natur erhebliche Gefahren. Daher besteht ein dringender Anspruch auf Energiegewinnung durch wirkliche umweltfreundliche Techniken. Bis zu deren Entwicklung ist ein intelligenter Kompromiss zur Energiegewinnung zu finden. Dieser Kompromiss kann aber nicht darin bestehen, dass Großwindkraftanlagen mit einer zum Teil dramatischen Naturzerstörung zu einer tragenden Säule der Energieversorgung ausgebaut werden. Viele ländliche Räume sind bereits stark verbaut. Sichtbares Symbol hierfür sind die vielen Windkraftanlagen im Hunsrück, die z.B. von Niederwallmenach und den umliegenden Orten aus gut zu sehen sind. Der Windpark in Heidenrod (Laufenselden) ist ein trauriges Beispiel dafür, wie solche Anlagen ein ganzes Landschaftbild prägen können. Es kann daher heute nur noch darum gehen, wenigstens die letzten verbliebenen Freiräume zu erhalten. Deshalb ist ein Windkraft-Stopp, wie ihn die Bürgerinnen und Bürger in den Verbandsgemeinden Nastätten und Loreley-Braubach gefordert haben und die Suche nach Alternativen für eine tatsächliche ökologische Energiewende zu unterstützen. Die Bürgerinitiative Niederwallmenach und Umgebung sieht diese beispielsweise in der Umsetzung eines Bioenergiedorfes, da unsere ländliche Region hierfür eine hervorragende Infrastruktur bietet. Außerdem sind Energieeffizienzmaßnahmen in den Gemeinden umzusetzen, denn gerade hier gilt der Grundsatz: Die Energie, die man nicht verbraucht, muss erst gar nicht erzeugt werden!

 

Diese Homepage soll Ihnen als Informations- und Austauschplattform zum Thema Regenerative Energien in der Umgebung von und in Niederwallmenach dienen. Sie sind gerne eingeladen, sich über das Forum an den Diskussionen zu beteiligen oder sich auch über die Bürgerinitiative einzubringen.

 

 

 

 

Ingo Bauer


Ansprechpartner der Bürgerinitiative:
Ingo Bauer - Schulstraße 13 - 56357 Niederwallmenach

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